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Wie soll ich sitzen?

Der Galopp ist bei manchen Pferden, einfacher zu sitzen als der Trab. Das liegt an dem „gemütlichen“ 3 Takt. Auch unser Becken macht im Galopp eine dreidimensionale Bewegung. Dabei sollte sich nur die Bewegung des Pferdes im Becken des Reiters widerspiegeln und keine eigene Beckenbewegung des Reiters eingesetzt werden.

Das aus den Reitschulen bekannte „nach vorn wischen im Sattel“, treibt das Pferd zu sehr auf die Vorhand und bringt es aus seiner Balance. Auch der Reiter verliert seine Stabilität und es wird hektisch und unruhig. Besser ist an eine ruhige Vorwärtsaufwärtsbewegung zu denken, möglichst passiv zu bleiben und sich bequem vom Pferd mitnehmen zu lassen.

Die Galopphilfe

Beim Einsprung hilft es den äußeren Schenkel nach hinten zu nehmen um das äußere Hinterbein des Pferdes zu aktivieren. Danach folgt das Belasten des inneren Sitzbeinknochens und zusätzlich gibt der innere Schenkel die vorwärtstreibene Hilfe.

Um Last auf den inneren Sitzbeinknochen zu bekommen, hilft es, das Knie in Richtung Fußspitze zu schieben. Durch das zusätzliche einseitige Anspannen der Gesäßhälfte bewegt sich der Sitzbeinknochen vorwärtsaufwärts, genau wie die Schulterbewegung des Pferdes beim Einsprung in den Galopp.

Durch die nachfolgende beidseitige Sitzbelastung, welche zunächst gleichmäßig sein sollte, kann man die Belastung der Hinterbeine ausrichten. Durch ein Innehalten der Bewegung oder das Reduzieren der eigenen Beckenbewegung kann das Tempo und die Sprungweite, sowie der Grad der Versammlung beeinflusst werden.

Dafür benötigt der Reiter eine gute Beckenkoordination, sowie eine ausgebildete Bauch- und Rückenmuskulatur.

Viel Spaß bei der Galopparbeit!